Der häufigste Grund für Krankschreibungen hierzulande sind Probleme mit dem Rücken. Auslöser für Rückenprobleme sind zumeist sehr vielschichtig, sei es persönliches Fehlverhalten, eine falsche Ernährung, psychische Belastungen, ein nicht rückengerechtes Umfeld usw.
Der Mensch sitzt heutzutage wesentlich mehr als noch vor ein paar Jahrzehnten. Ob in der Schule, im Büro oder vor dem Fernseher: Sitzen gilt als Belastung.
Bei Rückenproblemen nutzen die Betroffenen u. a. Rückenschulen und Physiotherapie. Hier lernen sie viel über rückengerechtes Verhalten.
Aber wie sieht es mit rückengerechten Verhältnissen aus? Wissen die Betroffenen worauf man bei der Anschaffung rückengerechter Alltagsprodukte, wie z. B. Büromöbel, Autositze, Betten, Schuhe, Fahrräder, Polstermöbel, Fernsehsessel etc. achten muss und wie solche Produkte beschaffen sein sollten?
Welche Höhe sollte ein rückengerechter Schreibtisch haben, welche Einstellungen sind bei einem Bürostuhl wichtig? Was macht ein rückengerechtes Bett oder ein rückengerechten Fernsehsessel aus? Solche Fragen werden von Herstellern oftmals völlig falsch gelöst und beantwortet. Aber auch medizinische Fachleute können hier nicht immer ausreichende Antworten geben.
Um in diesem Bereich Aufklärungsarbeit leisten zu können, sammelt die AGR Informationen aus der medizinischen Fachwelt und der industriellen Forschung. Dieses Wissen wird dann gebündelt an Betroffene, Mediziner, Therapeuten und auch die Industrie weitergegeben.
Das Konzept AGR
Die AGR versteht sich als Schnittstelle für und Mittler von Informationen über Schmerzursachen und deren Vermeidung sowie Therapiemöglichkeiten.
Aktuellste Daten und wissenschaftliche Erkenntnisse holt sich die AGR dabei von vielen tausend Kooperationspartnern aus der medizinischen Fachwelt. Dazu gehören die beiden größten deutschen Rückenschulverbände, der Bundesverband der deutschen Rückenschulen (BdR) e.V. und das Forum Gesunder Rücken - besser leben e.V. sowie viele namhafte medizinische Berufsverbände verschiedener Fachrichtungen.
Auf der anderen Seite steht die AGR in engem Kontakt mit den Forschungsabteilungen diverser Industrieunternehmen, deren Produkte den Menschen durch den Alltag begleiten: Büromöbel, Autositze, Betten, Polstermöbel, Schuhe, Gartengeräte, Fahrräder und vieles mehr.
Die AGR bündelt Informationen aus dem medizinischen Umfeld, die bei der Entwicklung solcher Produkte hilfreich sind und leitet sie an die Hersteller weiter. Sie fördert aber auch den direkten Wissenstransfer zwischen beiden Bereichen.
Ganz konkret heißt das beispielsweise: Partner aus Medizin und Therapie erarbeiten gemeinsam Anforderungskriterien für ergonomisch vorbildliche Produkte. Eine unabhängige medizinische Expertenkommission prüft Produkte nach diesem Katalog und zeichnet rückengerechte Produkte mit dem "AGR Gütesiegel" aus - eine Orientierungshilfe für Verbraucher beim Kauf entsprechender Produkte.
Diese Anforderungskriterien werden von der AGR in Frageform aufbereitet und gemeinsam mit einer Liste der ausgezeichneten Produkte im "Einkaufsleitfaden für rückengerechte Produkte" wiedergegeben.
Zertifizierung
[TEAMROSCHER] wird jedes Jahr neu zertifiziert und mit dem AGR-Gütesiegel ausgezeichnet - und das schon seit bestehen der AGR.